Sturz nach Hundeattacke-wer zahlt???
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Bagdad-Biker Gast
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Verfasst am: 14.04.2008, 13:10Titel: Sturz nach Hundeattacke-wer zahlt??? |
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Moin, moin.
Soviel Pech kann auch nur ich haben. Mich hat gestern Abend ein Hund vom Rad geholt. Die Besitzerin konnte ihren 40 Kg Labrador nicht halten.
Er war nicht bösartig-wollte nur spielen, gelegen hab ich trotzdem.
Eigentlich wollte ich nur schnell Zigaretten holen. Da sieht man es wieder-Rauchen schadet der Gesundheit
Mir selbst ist abgesehen von ein paar Schürfwunden und einer tierisch schmerzhaften Prellung nichts weiter passiert. (Zum Glück, denn ich war ausnahmsweise mal ohne Helm unterwegs.)
Viel schlimmer ist, dass das Bike ziemlich was abgekriegt hat. Um so ärgerlicher, da ich den Stollengaul gerade komplett bis auf den nackten Rahmen in seine Einzelteile zerlegt und komplett gewartet hatte.
Inklusive neuem Antrieb und ein paar Kleinteilen. Es war quasi die Probefahrt.
Nun hat sich die Kurbel verbogen, die Pedalachse ist krumm und die Gabel gibt knackende Geräusche von sich. Ich bin echt begeistert.
Zu allem Ärger weigerten sich die Hundehalter ihre Personalien herauszugeben. Ich war diesbezüglich tatsächlich gezwungen die Polizei zu rufen.
Zwischendrinn durfte ich mich noch als assoziales A..loch bezeichnen lassen. Ist der Hammer, oder?
Der Grund warum ich schreibe:
Hat jemand eine Ahnung, ob die Hundehaftpflichtversicherung des Halters für den Schaden aufkommt? Oder greift die Versicherung nicht, weil die Halter den Hund hätten besser festhalten müssen.
So nach dem Motto nicht aufgepasst=verletzte Aufsichtspflicht=grobe Fahrlässigkeit=kein Versicherungsschutz.
Vor einem Zivilprozess mit der Halterin scheue ich mich wirklich. Ihr Gekreische klingelt mir jetzt noch in den Ohren.
Hat schon mal Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Verkehrsunfälle mit dem Rad o.ä? Wie ist das da bezüglich Schadensregulierung abgelaufen?
Sowas dauert doch sicher Wochen, verdammt, ich will doch wieder biken. |
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cervelo C-Lizenz-Schreiber
Anmeldungsdatum: 27.02.2007 Beiträge: 37
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Verfasst am: 14.04.2008, 15:30Titel: |
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ich denke, dass eigentlich die Hundehaftpflichtversicherung zahlen müsste, wenn nicht, dann aber spätestens die Haftpflichtversicherung der Halterin. (die Aussage hat natürlich keinen Anspruch auf juristische Korrektheit, hatte nur mal selbst einen Schaden verursacht und meine Haftpflichversicherung zahlte innerhalb von 1 Woche)
Gibt es in Tremsbüttel eigentlich auch den Hundeführerschein?
Wünsche Dir, dass es schnell für Dich geregelt wird.
Gruß
Cervelo |
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Malte C-Lizenz-Schreiber

Anmeldungsdatum: 16.12.2006 Beiträge: 29 Wohnort: Elbstorf
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Verfasst am: 14.04.2008, 15:40Titel: |
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Moin Moin...
es gibt Grundsätzlich den Begriff "Tiergefahr" d.h. das jeder Tierhalter erst einmal davon ausgehen muß, dass sein Tier eine Gefährdung darstellt und er ist verpflichtet diese so gering wie möglich zu halten.
War der Hund angeleint?
Mit welchem Abstand bist du vorbeigefahren?
Hast du auf dich aufmerksam gemacht?
Konnte die Halterin gg. ausweichen?
Warum bist du ggf nicht abgestiegen wenn es eng wahr?
Nein dies ist keine Schuldzuweisung für irgend jemand- nur man kann es nicht pauschalisieren -der Hundehalter hat immer Schuld.
Vermutlich wird sich die Versicherung der Halterin erst einmal Quer stellen, da diese nicht existieren kann, wenn sie alles sofort bezahlt und dann geht es weiter....
Halte uns doch einmal auf dem Laufenden...
Gruß Malte _________________ Schmerz ist ein guter Lehrer.... |
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Bagdad-Biker Gast
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Verfasst am: 14.04.2008, 21:01Titel: |
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Also der Hund war angeleint, die Hundehalter hatten mich bereits bemerkt und gingen deshalb ganz rechts am Straßenrand, ich fuhr ganz links an der Grasnabe.
Ich pauschalisiere nicht. Bin ja selbst Hundehalter. Aber wenn ein Hund Radfahrer angeht, ob böswillig oder im Spieltrieb, spielt dabei vorerst keine Rolle, hab ich als Besitzer zum Einen die Erziehung schleifen lassen, zum Anderen in dem Moment nicht richtig aufgepasst.
Ich persönlich hätte, unabhängig von einem bestehenden Versicherungsschutz, genug Arsch in der Hose einen entstandenen Schaden zu begleichen.
Den Hundeführerschein haben wir hier zum Glück noch nicht. Den halte ich als Hundebesitzer und Sohn einer Hundetrainerin für absoluten Schwachsinn.
Denn die dafür zu bewältigen Aufgaben sind zu pauschal gefasst. Jede Rasse hat so seine Eigenarten.
Der Jagdtrieb eines Pudels fällt von Natur her meist geringer aus, als der eines Rhodesien Ridgeback.
Der Schutztrieb eines Schäferhundes ist weit größer, als der eines Dalmatiners usw, usw.
Bei dem Hundeführerschein vergleicht man Birnen mit Äpfeln, mit der Rechtfertigung das es sich schließlich generell um Obst handelt. |
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cervelo C-Lizenz-Schreiber
Anmeldungsdatum: 27.02.2007 Beiträge: 37
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Verfasst am: 15.04.2008, 12:01Titel: |
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soweit kenn ich mit dem Hundeführerschein nicht aus.
Ich habe nur bei uns im Naturschutzgebiet (Stellmoorer Tunneltal)
wo eine Anleinpflicht für Hunde besteht bemerkt, dass max.
die Hälfte aller Hunde angeleint sind.
Bei einigen Hundehaltern ist mir auch nicht immer klar, wer mit wem Gassi geht. Eine Hundehalterin hat einmal doch tatsächlich die Leine an deren Ende der Hund hing, zweimal um einen Baum gewickelt, weil sie nicht Herrin der Lage war.
ich dachte immer, dass beim Hundeführerschein vornehmlich der Hundehalter in seiner Führungskompetenz beurteilt wird.
Gruß
C. |
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Bagdad-Biker Gast
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Verfasst am: 15.04.2008, 12:38Titel: |
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| cervelo schrieb: | ...
ich dachte immer, dass beim Hundeführerschein vornehmlich der Hundehalter in seiner Führungskompetenz beurteilt wird.
Gruß
C. |
Das trifft auf den theoretischen Teil der Prüfung auch zu. |
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Malte C-Lizenz-Schreiber

Anmeldungsdatum: 16.12.2006 Beiträge: 29 Wohnort: Elbstorf
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Verfasst am: 15.04.2008, 17:19Titel: |
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Moin Olli,
sehe ich genauso...passieren kann immer etwas, aber dafür ist man versichert (unser Hund ist es jedenfalls).
Habe aber gerade ähnliche Erfahrung gemacht- da meinte jemand er müßte unser Auto als Bande zum ausparken benutzen....ist ja nicht sein Kotflügel eingedrückt worden-also....und TSChÜß...blödes A.... bekomme die Sachen auch nicht geschenkt.
Wünsche dir viel Glück und hoffe das man sich einigt- wie heißt es so schön.... weisheit gibt es genug auf der Welt- jeder glaubt genügend abbekommen zu haben....
Gruß _________________ Schmerz ist ein guter Lehrer.... |
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Heide-Biker A-Lizenz-Schreiber

Anmeldungsdatum: 10.04.2007 Beiträge: 391 Wohnort: 21244 Buchholz i.d.N.
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Verfasst am: 15.04.2008, 20:52Titel: |
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Moin Olli,
was machst Du denn für Sachen. Das reicht doch wenn ich mich auf die Schnauze packe.
Übrigens kann ich die XT-Kurbel nicht finden (leichtes Chaos im Keller). Wie schon gesagt weiß ich auch nicht mehr warum diese ausgebaut wurde. Sollte das Teil noch auftauchen melde ich mich.
Auf einer schnellen Abfahrt im Totengrund in der nähe des Wilseder Berges hatte ich im Jahre 2003 (oder so ähnlich) eine Begegnung der besonderen Art mit einem Spaziergänger und seinem Hund. Der Hundehalter hatte seinen Hund angeleint. Diese Leine war aber mindestens 15 m lang oder kam mir wenigstens so lang vor. Ich habe nur den Halter gesehen. Es war kein Hund und keine Leine zu erkennen. Es war auch keine Warnung vom Halter zu vernehmen. Obwohl ich die Geschwindigkeit stark verminderte konnte ich nicht mehr ausreichend reagieren. Der Halter stand auf der rechten Seite des sehr breiten Weges und sein Hund war links im Gebüsch. Die Leine erwischte ich mit dem Vorbau und riss den kleinen Hund mit. Sein Herrchen hielt die Leine beharrlich fest so dass der Hund sehr weit flog und teilweise mitgeschliffen wurde. Es führte auch dazu, dass ich einen netten Satz über den Lenker machte. Ich verletzte mich nicht wesentlich. Das Bike hatte leichte Macken die in der Werkstatt für 54 € (oder DM?) repariert werden konnten. Nur der Hund hatte es nicht gut überstanden, denn er wurde noch am gleichen Tag eingeschläfert.
Nach vielen Gepöbel an der Unfallstelle vom Hundehalter und einigen Telefonaten in den folgenden Tagen einigten wir uns beide auf die Beilegung des Streits ohne Anwälte und ohne Gericht. Jeder übernahm seinen eigenen Schaden. Jedem wäre etwas vorzuwerfen gewesen und der Rechtstreit hätte viel Geld gekostet und man hätte nie einem zu 100 % die Schuld nachweisen können. Diese Art von Rechtstreitigkeiten enden oft in Vergleichen. Wenn diese Vergleiche nicht aktzeptiert werden und man in die Revision geht kann es richtig teuer werden.
Der Hund tat mir sehr leid. Mit dem Hundehalter hatte ich kein Mitleid.
Auf jedenfall solltest Du uns berichten wie das Ganze bei Dir ausgegangen ist. _________________ siehe auch: www.Radsportler-helfen-Nils.de
siehe auch: www.Heide-Biker.blogspot.com
siehe auch: www.Team-Mainplan.de
Viele Grüße aus der Nordheide
Karsten Niemann
Heide-Biker |
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Bagdad-Biker Gast
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Verfasst am: 23.04.2008, 20:03Titel: |
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Hallo Leute.
Es hat sich a bissl getan in der Sache.
Ich habe heute zeitgleich 2 x Post bekommen.
Das erste Schreiben war von der Polizei.
Zeugenaussage und Strafantrag wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Ersteres hab ich ausgefüllt, Letzteres nicht.
Ich bin nicht daran interessiert jemanden auf Teufel komm raus vor den Richter zu zerren. Und der ganze Vorfall hätte sich auch genau andersherum mit meinem Hund zutragen können. Da wär ich auch froh, wenn der Staatsanwalt nicht ermittelt.
Das Zweite Schreiben war von der Versicherung der Gegenseite.
Das ging schnell, dachte ich als ich den Briefumschlag öffnete.
In dem Umschlag fand ich ein Anschreiben ( aus Heigl hatte der Verfasser Weigel gebastelt, So ein Stümper) mit der Aufforderung den beiliegenden Fragebogen ausgefüllt zurück zu schicken.
Dieser Aufforderung wär ich ja gerne nachgekommen, nur war kein Fragebogen dabei. Das fing ja gut an.
Ich hab dann bei dieser Versicherung angerufen und mich durch eines dieser nervigen automatischen Systeme gewählt, um anschließend in der Warteschleife zu hängen.
Irgendwann hatte ich dann einen Mitarbeiter an der Strippe. Meine Bitte um Zusendung des Fragebogens per Fax wurde erst drei Stunden später
erfüllt.
Beim Überfliegen des Fragebogens stelle ich fest, es ist kein Fragebogen zur Schadensregulierung, sondern eine Entbindung ALLER mich bisher und jemals behandelnden Ärzte von ihrer Schweigepflicht. Hallo, kommen die noch klar???
Ich hab den Quatsch unausgefüllt, mit dem Vermerk ,dass ich nicht beim Arzt war und es sich hauptsächlich um einen zu regulierenden Sachschaden handelt, zurück gefaxt.
Die Antwort steht noch aus. |
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Bagdad-Biker Gast
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Verfasst am: 01.05.2008, 12:01Titel: Jetzt ging alles plötzlich ganz schnell. |
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Nachdem ich mir die Mühe gemacht und 4 x täglich bei der Versicherung der Gegenseite angerufen habe, war man dort wohl derart genervt, dass auf das Ausfüllen weiterer Fragebögen verzichtet wurde.
Gestern war ein Gutachter bei mir und hat sich das Rad angeguckt.
Witzigerweise hatte ich mehr technischen Sachverstand als der Gutachter. Dieser kannte gerade noch den Unterschied zwischen LX und XT, das war´s dann aber auch schon.
Als ich ihm erzählte, dass die verbogene Kurbel nicht einfach zu tauschen sei, weil es keine Vierkantaufnahme, sondern nur noch Octalink und Hollowtch II Kurbeln gibt, somit also das Inenager auch getauscht werden muss, war er völlig überfordert.
Von einem Gutachter hätte ich zudem erwartet, dass er zumindest die Schätzpreise gängiger Teile wie Kurbelganituren etc. kennt. Dem war aber nicht so. Er wollte mir einen Pauschalpreis von 270 € anbieten. Schließlich müsse man beachten, dass die Teile bereits gebraucht sind.
Das Angebot hab ich laut lachend mit dem Verweis auf zuvor bestehende volle Funktionstüchtigkeit der Teile abgelehnt. Ich verwies zudem darauf, dass ich gerade den gesamten Antrieb erneuert hatte und legte die entsprechende Rechnung vor.
Statt sein Angebot anzunehmen hab ich ihm dann folgende Rechnung aufgemacht:
Klickpedale ca. 120 €
Kurbel + Innenlager ca. 160 €
Dämpfer prüfen ca. 50 €
Gabel prüfen ca. 50 €
Montagearbeiten ca. 100 €
Der Gutachter fragte, woher ich diese Preise ziehen würde.
Ich konnte es mir nicht verkneifen ihm ein wenig an die Karre zufahren und antwortete, dass ich die Bikebranche beobachten würde und somit recht gut informiert bin.
Zudem ließ ich ihn wissen, dass ich mal einige Zeit im Zweiradshop gearbeitet habe.
Plötzlich war der Gutachter sich seines Fachverstandes offenbar gar nicht mehr so sicher und wollte einen Kostenvoranschlag haben.
Meine Frage, ob die Aussage eines Fahrradladens mehr Gewicht habe, als die eines anerkannten Gutachters und Dipl.Ings., ließ ihn sichtlich unsicher werden.
Er bot mir nun einen Pauschalbetrag von 320 € an. Montieren könne ich schließlich selber.
``Nix da. Das ist ein Versicherungsfall, da schraub ich nicht selber. Zudem muss bei Hollowtech II der Lagersitz geplant werden. Da brauch ich Spezialwerkzeug´´, sach ich zu ihm.
``Herr Heigl, 500 €, das ist mein letztes Wort. Ansonsten reichen Sie bitte der Versicherung nach Erledigung der Arbeiten die Rechnung ein!´´
Was soll ich sagen? Ich hab die 500 €´s genommen. Dafür kann ich mir sogar etwas hochwertigere Teile anschrauben als am Rad dran waren.
Man muss halt nur hartnäckig bleiben.
Mal sehen, wann das Geld von der Vers. kommt. |
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Bagdad-Biker Gast
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Verfasst am: 04.06.2008, 06:11Titel: |
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So die Versicherung hat nun endlich überwiesen. Die waren dort wohl meine hartnäckigen und täglichen Anruf leid.  |
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