Masterplan Klimaschutz erfordert weniger Autoverkehr
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Helmut Admin

Anmeldungsdatum: 03.04.2006 Beiträge: 12402 Wohnort: Hamburg-Tonndorf
|
Verfasst am: 27.10.2010, 22:54Titel: Masterplan Klimaschutz erfordert weniger Autoverkehr |
|
|
Der ADFC Hamburg schrieb:
Hamburgs „Masterplan Klimaschutz“ nur durch deutlich weniger Autoverkehr realisierbar!
Der ADFC Hamburg begrüßt den Masterplan Klimaschutz für Hamburg, den Umweltsenatorin Anja Hajduk von wenigen Tagen vorstellte. Hamburgs Klimaschutzziele sind ambitioniert: Bis zum Jahr 2020 will die Stadt laut dem „Basisgutachten zum Masterplan Klimaschutz für Hamburg“ ihre CO2-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 verringern.
Um statt 17,9 Mio. Tonnen nur noch 10,7 Mio. Tonnen CO2 zu produzieren, müssen der private Pkw-Verkehr massiv eingeschränkt und klimafreundliche und zukunftsfähige Verkehrsmittel wie das Rad und der öffentliche Nahverkehr (OPNV) konsequent gefördert werden.
„Neben den Gebäuden nimmt der Verkehrsbereich eine zentrale Rolle beim Klimaschutz ein“, sagt Kirsten Pfaue, Hamburger Landesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Bei den städtischen Mobilitätsangeboten kann eine Metropole wie Hamburg sofort Maßnahmen zur CO2-Reduzierung ergreifen, indem sie dafür sorgt, dass von vornherein weniger CO2-intensiver Verkehr entsteht.
„Bei einem Gesamtvolumen im Hamburger Personenverkehr von 9 Mrd. Kilometer bedeuten 550 Mio. Kilometer, die statt mit dem Pkw per Rad zurückgelegt werden, 100.000 Tonnen weniger CO2. Anders gesagt: Hätten wir in Hamburg einen Radverkehrsanteil von 20 %, würden wir 327.000 Tonnen CO2 vermeiden“, rechnet Pfaue vor. Zurzeit werden nur etwa 12 Prozent aller Strecken in Hamburg mit dem Rad bewältigt. Wer es Ernst meint mit dem Klimaschutz, fährt Rad und fördert den Radverkehr.
Ganz aktuell ließe sich Hamburgs Radverkehr durch einige konkrete Sofort-maßnahmen attraktiver machen: „Weitere Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrende freigeben, widerrechtlich bestehende Radwegebenutzungspflichten dagegen schleunigst abbauen“, appelliert Pfaue an die Hamburger Polizei. Auch der im schwarz-grünen Koalitionsvertrag beschlossene Versuch der Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen ohne Sperrzeiten dürfe nicht länger vertagt werden.
Pkw-Verkehr zerstört die Umwelt, frisst knappen städtischen Raum, macht Lärm und schlechte Luft. Seine sozialen und gesundheitlichen Kosten sind eine Bürde für zukünftige Generationen. „Im Sinne der Hamburger Klimaschutzziele müssen daher der Pkw-Verkehr und die dafür bereitgestellten Mittel drastisch reduziert werden“, fordert Pfaue. Und wer steigende Fahrgastzahlen im ÖPNV will, muss auch in leistungsfähige Verkehrsträger investieren. Eine Bahn kann mehr Menschen aufnehmen als ein Bus, verbraucht weniger Energie und macht keinen Dreck. „Die Stadtbahn steht einer Umwelthauptstadt Hamburg gut zu Gesicht!“, meint Pfaue. _________________ Wenn's um die Wurst geht, sollte man gut abschneiden. |
|
| Nach oben |
|
 |
thomas-hh A-Lizenz-Schreiber

Anmeldungsdatum: 05.08.2007 Beiträge: 230 Wohnort: Hamburg
|
Verfasst am: 28.10.2010, 07:26Titel: |
|
|
Ja ja, ambitioniert sind die Ziele in Hamburg immer. Nur mit der Umsetzung hapert es. Gibt es schon eine der großkotzig angekündigten Velorouten?
Stadtbahn? Schön und gut. Aber ohne Geld nicht umsetzbar. Es sei denn, man spart es bei Bildung, Kultur und Soziales ein, was bedauerlich wäre, weil wir dadurch die Möglichkeit verlieren, eines Tages Politiker zu bekommen, die das Wort Intelligenz wenigstens buchstabieren können.
Radfahrer in Gegenrichtung bei Einbahnstraßen? Na, danke. Als gäbe es in dieser Stadt nicht schon genügend Geisterfahrer, sei es auf der Straße oder im Rathaus. Aber es lohnt sich nicht, derartige Vorschläge zu diskutieren, da sie sowieso nur Lobbyistengeschwafel sind. Auf der einen Seite der ADFC, auf der anderen der ADAC. Ich bin daher dafür, dass wir erst einmal die Methanproduktion im Rathaus und ADFC und ADAC reduzieren. |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
|